In unserem vorherigen Beitrag haben wir Ihnen gezeigt, wie asbesthaltige Klebstoffe und zähplastisches Material auf festen mineralischen Untergründen wie Estrich und Beton dank des BT40 Verfahrens sicher, schnell und preisgünstig beseitigt werden können. Da es in den meisten Gebäuden jedoch auch Wandbekleidungen mit Asbestanteilen gibt, stellt sich natürlich die Frage, ob auch diese Bauteile emissionsfrei und mit geringem Kostenaufwand behandelt werden können. Die Antwort hierauf ist ein klares Ja, denn mit dem BT43 Verfahren lassen sich asbesthaltige Wandbekleidungen wie Putz und Spachtelmasse von festen mineralischen Untergründen (beispielsweise von einer Wand oder einer Fensterlaibung) entfernen. Wie das geht und wo sich asbesthaltige Putze und Beschichtungen heute noch finden lassen, erklären wir Ihnen nachfolgend.

 

Wo finden sich heute noch asbesthaltige Putze und Beschichtungen?

In vielen Häusern, in Büros und Werkhallen sind sie zu finden: Wand- und Deckenputze mit Spritzasbest. Hinzu kommen die Wand- und Deckenbereiche von Sporthallen, Hallenbädern, Konzertsälen, Theatern und vielen anderen öffentlichen Gebäuden. Selbst in so mancher privaten Garagen, in Kellerräumen und Böden und selbst in Dachräumen und Zwischendecken sowie an Fassaden, Installationskernen und Kabelkanälen sind asbesthaltige Putze und Beschichtungen anzutreffen. Aufgrund des weiten Verbreitungsgrades dieser gesundheitsbedenklichen Bauelemente ist eine gründliche Inspektion möglicherweise betroffener Areale sehr sinnvoll.

 

Wie lässt sich Asbest erkennen?

Da Asbest geruchlos ist und sich mit bloßem Auge und ohne Hilfsmittel nicht erkennen lässt, ist das Aufspüren dieses einst so beliebten Baustoffs für Laien schwierig. Liegt die Bau- oder Fertigstellungszeit eines Gebäudes im Zeitraum von 1960 bis 1990, kann dies ein Indiz sein. Ferner ist die graue, grau-grüne, grau-blaue oder auch grau-braune Färbung bei gleichzeitig faseriger Konsistenz der Materialoberfläche möglicherweise ein Hinweis auf das Vorhandensein von Asbest. Untersuchungen zu einer möglichen Asbestbelastung sollten aufgrund der erheblichen Gesundheitsgefahren aber nie selbst durchgeführt werden, da schon eine minimale Beschädigung der Materialoberfläche zum Austritt von feinen, nicht sichtbaren Asbestfasern in die Atemluft führen kann. Da das Erkennen von Asbest im Putz oder in einer Spachtelmasse sehr schwierig ist, hilft praktisch immer nur eine sachgerechte Probeentnahme mit anschließender Laboranalyse durch einen zertifizierten Fachbetrieb.

Wichtiger Hinweis: Solange Asbest fest gebunden ist, geht von ihm keine unmittelbare Gefahr aus. Erst bei einer Beschädigung der Materialoberfläche und der Freisetzung von Fasern – beispielsweise im Zuge von Sanierungs- oder Reparaturarbeiten – kann es zu Problemen kommen.

 

Das BT43 Verfahren als wirksame Lösung für die Sanierung

Ganz ähnlich dem von uns bereits vorgestellten BT40 Verfahren ist auch das BT43 Verfahren vom Institut für Arbeitsschutz der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) zugelassen. Beim BT43 Verfahren handelt es sich um eine emissionsarme bzw. emissionsfreie Frästechnik, die explizit für Putze und Spachtelmassen an Wänden entwickelt worden ist. Obgleich beim BT43 Verfahren Vierkammerschleusen und besondere Abschottungen nicht erforderlich sind, sollte der Baubereich ausreichend abgesperrt und mit einer Asbestwarnbeschilderung versehen sein. Vor Ort tätigen Handwerkern ist es zudem dringend anzuraten, sich mit der richtigen Arbeitsschutzkleidung in Form von speziellen Partikelfilter-Masken, Einwegschutzanzügen, Arbeitsschutzschuhen sowie einem Gehörschutz auszustatten.

Die eigentliche Durchführung des BT43 Verfahrens erfolgt dann mittels schienengeführter Wandfräsen, welche das kontaminierte Material abfräsen bzw. absaugen. Die nötige Frästiefe variiert je nach Dicke und Beständigkeit des betroffenen Materials und wird individuell eingestellt. Gegebenenfalls muss der Vorgang einige Male wiederholt werden, bis die betroffenen asbesthaltigen Materialien vollständig entfernt wurden. Vorhandene Rand- und Kantenbereiche sowie Fensterlaibungen werden beim BT43 Verfahren mit einer speziellen Eckfräsmaschine behandelt, wodurch auch schwer erreichbare Areale bearbeitet werden können.

Bitte beachten Sie: Sämtliche asbesthaltigen bzw. asbestkontaminierten Abfälle zählen grundsätzlich zum Gefahrgut und müssen entsprechend entsorgt werden! Hierfür stehen wir Ihnen gern zur Verfügung und übernehmen die Beseitigung unter strikter Beachtung der „Technischen Regeln für Gefahrstoffe“ (TRGS) 519 Nr. 18 sowie gemäß länderspezifischer Regelungen.

 

Ihr Experte für eine professionelle Asbestsanierung

Als zertifiziertes Unternehmen für Schadstoffsanierung und Instandhaltung stehen wir Ihnen gern für der Beseitigung von Asbest in Ihrem Gebäude zur Verfügung. Ob mit dem BT40 oder dem BT43 Verfahren – wir übernehmen alle Asbestarbeiten nach den Vorgaben der Technischen Regeln für Gefahrstoffe.

Fragen Sie uns einfach an – wir stehen Ihnen gern für Ihr Projekt zur Verfügung!

Erreichen Sie uns direkt über unser Kontaktformular, telefonisch unter 02173 / 20483-0 oder per Mail.
Wir unterstützen Sie gerne im Prozess zum gesunden und unbedenklichen Wohnen!

Ihr Team der Ruthemeyer Sanierung und Instandhaltung